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Dienstag, 25. Oktober 2011

Keine ausreichende Drogensubstitution im Landkreis Schwäbisch Hall. – Protestbrief von Eltern drogenabhängiger Kinder

PRESSEMITTEILUNG

Keine ausreichende Drogensubstitution im Landkreis Schwäbisch Hall.
Eltern drogenabhängiger Kinder schreiben Protestbrief an die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg.

11 Mütter und Väter von Drogenabhängigen, die sich monatlich zum Erfahrungsaustausch in der Drogenselbsthilfegruppe für Angehörige „Raphael“ in Schwäbisch Hall treffen, haben einen Protestbrief an die Kassenärztliche Vereinigung geschrieben.

Die Eltern werfen der Vereinigung vor, im Landkreis Schwäbisch Hall zwar für die Drogensubstitution verantwortlich zu sein, diese Verantwortung aber nicht wahrzunehmen. Es gäbe nur einen Arzt für den gesamten Landkreis, der eine ordentliche Substitution anbiete. Ihre drogenabhängigen Kinder müssten weite Wege außerhalb des Landkreises zu behandelnden Ärzten in Kauf nehmen.

Die Eltern, die sich um das Leben ihrer Kinder Sorgen machen, seien es endgültig leid, sich von verantwortlicher Seite immer wieder anzuhören, die Versorgung mit Substitutionsärzten sei flächendeckend gewährleistet. Die Kassenärztliche Vereinigung solle deshalb ihre Zuständigkeit ans Land zurückgeben, damit der Landkreis selber sich darum kümmern könne.

In Ihrem Brief schreiben sie:
„Es ist augenscheinlich, dass die Kassenärztliche Vereinigung ihrer Verantwortung zur Sicherung der Substitution nicht gerecht werden kann. Deshalb bitten wir Sie sehr, Ihre Zuständigkeit für den Landkreis Schwäbisch Hall an das Land zurückzugeben, damit zuständige Stellen des Landratsamtes Schwäbisch Hall die Drogensubstitution selber in die Hand nehmen können.“

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